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Midterms 2026

Japans Premierministerin Takaichi will weiter mit Trump zusammenarbeiten, die Bundesregierung hält eine Bewertung der Wahl für verfrüht

Tokio und Berlin betonen das Bündnis mit den USA, Peking bestätigt seine Linie, in Brasilien feiert ein Minister den Sieg der Demokraten.

Weitere Regierungen haben sich zur Kongresswahl geäußert. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht.

Japan: kein Kommentar, aber Zusammenarbeit mit Trump. Premierministerin Sanae Takaichi äußerte sich am 5. November gegen 10:30 Uhr MEZ (18:30 Uhr Ortszeit) beim Verlassen ihres Amtssitzes erstmals selbst zum Wahlergebnis. Laut dem Sender ANN (11:00 Uhr MEZ) sagte sie, da es um die Innenpolitik eines anderen Landes gehe, gebe die Regierung keinen Kommentar ab. Das Bündnis mit den USA sei der Grundpfeiler der japanischen Außen- und Sicherheitspolitik. Sie wolle die Beziehungen weiter stärken und „トランプ大統領とも協力をしていきたい“ (auch mit Präsident Trump zusammenarbeiten). Am Vortag hatte bereits die Regierung in Tokio das Bündnis als unabhängig vom Wahlausgang beschrieben.

Deutschland: zu früh für eine Bewertung. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer sagte laut der Nachrichtenagentur dts, veröffentlicht bei den Mittelstand Nachrichten (4. November, 19:12 Uhr MEZ), es sei zu früh, die Folgen abzusehen. Wahlergebnisse in anderen Ländern kommentiere die Bundesregierung nicht im Detail. Ihre Interessen blieben eine stabile internationale Ordnung, regelbasierter Handel und eine starke NATO. Die USA seien und blieben ein „wichtiger Verbündeter“, auch bei einer anderen Konstellation in beiden Kammern.

China: innere Angelegenheit, Konsens der Staatschefs. Außenamtssprecher Guo Jiakun antwortete am 5. November in Peking auf eine Frage nach den Beziehungen zu den USA nach der Wahl. Laut dem Portal Sina (08:22 Uhr MEZ) sagte er, China habe sich dazu bereits geäußert. Die Zwischenwahl sei eine innere Angelegenheit der USA. China wolle mit Washington den Konsens der beiden Staatschefs umsetzen und eine konstruktive, strategisch stabile Beziehung auf Grundlage von Respekt, Fairness und Gegenseitigkeit aufbauen. Das entspricht der Linie seiner Kollegin Mao Ning vom Vortag.

Brasilien: ein Minister jubelt, Lula schweigt. Während Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und der Präsidentenpalast sich nicht äußerten, sprach José Guimarães, Minister für institutionelle Beziehungen, laut dem Portal Brasil em Folhas (4. November, 17:58 Uhr MEZ) von einem „tsunami americano“ (amerikanischen Tsunami). Der Wandel habe mit einer „onda vermelha“ (roten Welle) in Brasilien begonnen, Trumps Niederlage sei ein Sieg der demokratischen Welt.

Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Regierungsvertreter. Frühere Reaktionen aus Tokio, Berlin, Peking und Brasília stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.

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