Mexikos Präsidentin Sheinbaum hält es für wahrscheinlich, dass Razzien gegen Migranten das Votum der Latinos beeinflusst haben
In ihrer Morgenpressekonferenz sagt Sheinbaum, viele Latinos, die 2024 Trump gewählt hätten, hätten diesmal für die Demokraten gestimmt.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat sich am 5. November in ihrer Morgenpressekonferenz im Nationalpalast erneut zur Kongresswahl in den USA geäußert. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht.
Laut dem Portal Infobae (16:25 Uhr MEZ) wurde Sheinbaum gefragt, ob die Razzien der US-Einwanderungsbehörde ICE das Wahlverhalten der Latinos beeinflusst hätten. Sie hielt das für sehr wahrscheinlich. Erste Analysen zeigten, dass viele Latinos, darunter Mexikaner, die 2024 Trump gewählt hätten, diesmal nicht mehr die Republikaner, sondern die Demokraten gewählt hätten.
Die Zeitung El Imparcial gibt ihre Antwort wörtlich wieder: „Sí es muy probable, no tengo el dato” („Ja, sehr wahrscheinlich, die Zahl habe ich nicht”). Sheinbaum nannte es naheliegend, dass Razzien gegen Latinos die Stimmabgabe für die Demokraten beeinflusst hätten. Zu Handel und Zöllen äußerte sie sich laut beiden Berichten an diesem Tag nicht.
Am Wahltag hatte Sheinbaum gesagt, Mexiko werde das Ergebnis respektieren, und die Wahl nicht bewertet. Es ist die Einschätzung der mexikanischen Präsidentin, keine Auswertung von Wahldaten. Weitere Reaktionen stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.