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Midterms 2026

Presse in Mexiko, Argentinien, Israel und den Philippinen fragt, was die Niederlage der Republikaner für Trumps Verbündete im eigenen Land bedeutet

Analysen sehen Regierungen, die auf Trump gesetzt haben, mit weniger Rückhalt aus Washington, die Philippinen dagegen weiter eng an den USA.

Medien in mehreren Ländern fragen, was die Kongresswahl für Regierungen bedeutet, die eng auf Präsident Trump gesetzt haben. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht. Der neue Kongress tritt am 3. Januar 2027 zusammen.

Mexiko: Lateinamerikas Rechte verliert Rückhalt. Das Magazin Proceso (Rafael Croda aus Bogotá, 5. November, 12:00 Uhr MEZ) schreibt, die Niederlage der Republikaner schwäche rechte Präsidenten in der Region, die sich auf Trump gestützt haben. Genannt werden Javier Milei (Argentinien), Abelardo de la Espriella (Kolumbien), Daniel Noboa (Ecuador) und José Antonio Kast (Chile). Der demokratische Kongress könne Finanz-, Militär- und Sicherheitshilfe für die Region prüfen. Die Fachfrau für internationale Beziehungen María Zuluaga sagt, diese Präsidenten hätten „lucraron políticamente con la fortaleza de Trump“ (politisch von Trumps Stärke profitiert).

Argentinien: Nähe bleibt, Hilfe wird unsicherer. Die Zeitung El Tribuno aus Salta (5. November, ohne Autorenangabe) schreibt, Milei behalte seinen bevorzugten Zugang in Washington. Bei einem neuen Bedarf an finanzieller Hilfe könnten Einwände der Demokraten die Entscheidung aber teurer machen. Die Regierung in Washington behalte allerdings eigene Instrumente. Die Zeitung fasst zusammen: „La afinidad permanece; su traducción en respaldo financiero y político ofrece menos certezas“ (Die Nähe bleibt, ihre Übersetzung in finanzielle und politische Unterstützung ist weniger sicher).

Israel: Druck über den Haushalt. Die Times of Israel (Jacob Magid, US-Büroleiter, 5. November) schreibt, die Demokraten wollten den Iran-Krieg über ihre Hoheit über den Haushalt beenden. Die Militärhilfe für Israel müsse jedes Jahr vom Kongress bewilligt werden. Die Beziehungen beider Länder blieben unter Premierminister Netanyahu belastet. Joel Braunold vom S. Daniel Abraham Center for Middle East Peace sagt dort, in Israel müsse sich vieles ändern: „things there have to change pretty radically“ (die Dinge dort müssen sich ziemlich radikal ändern).

Philippinen: Gegenbeispiel Manila. Das Magazin Rolling Stone Philippines (Reyza Ferranco, 5. November, 08:44 Uhr MEZ) sieht Trumps politische Verbündete in mehreren Ländern unter Druck. Die Philippinen unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. blieben aber eng an Washington gebunden. Trump wird am 16. November zum ASEAN-Gipfel erwartet.

Gemeinsam ist den Texten die Frage, ob Regierungen, die auf Trump gesetzt haben, nun weniger Rückhalt aus Washington bekommen. Uneins sind sie, wie stark: Die Texte aus Argentinien und den Philippinen betonen, dass die Nähe zur Regierung Trump bleibt. Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Medien und der dort zitierten Fachleute. Weitere Pressestimmen stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.

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