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Midterms 2026

Presse in Irland, Mexiko, Italien, Japan und Malaysia sieht nach der Kongresswahl das Rennen um 2028 eröffnet, mit offenen Fragen auf beiden Seiten

Kommentare halten Vance für angeschlagen, aber nicht abgeschrieben, und sehen bei den Demokraten noch keine klare Führungsfigur.

Zwei Tage nach der Kongresswahl richtet die Presse mehrerer Länder den Blick auf die Präsidentschaftswahl 2028. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht.

Irland: kein klarer Favorit. Die Irish Times druckt eine Analyse von James Politi aus der Financial Times (Irish Times, 5. November). Vizepräsident JD Vance sei der Favorit der Meinungsforscher für Trumps Nachfolge. Ihm drohe aber zu schaden, dass die Regierung den Krieg gegen den Iran begonnen und die Inflation nicht gesenkt habe. Außenminister Marco Rubio gilt dort als wahrscheinlichste Alternative. Bei den Demokraten liegt laut dem Text Jon Ossoff bei Buchmachern vorn, also bei Wetteinsätzen, obwohl er sagt, er habe kein Interesse an einer Kandidatur.

Mexiko: Demokraten fehlt ein eigenes Angebot. Jacques Coste schreibt in einer Kolumne für Expansión Política (5. November, 16:48 Uhr MEZ), die Wähler hätten Trump für die Lebenshaltungskosten und unerfüllte Versprechen abgestraft. Die Demokraten hätten mehr durch die Ablehnung des Präsidenten gewonnen als durch eigene Beliebtheit und müssten nun ein eigenes Programm finden. Trump werde versuchen, die Nachfolge zu beeinflussen. Sein Fazit: „Estados Unidos no volverá a la ‚vieja normalidad‘“ (Die USA kehren nicht zur „alten Normalität“ zurück).

Italien: Vance bleibt der Stärkste. Stefano Graziosi schreibt im Magazin Panorama (5. November, 14:00 Uhr MEZ), Vance sei trotz der Niederlage weiter die stärkste Figur für die Nominierung 2028. Trumps Umfeld wolle verhindern, dass es ihm ergeht wie Kamala Harris 2024. Weitere Bewerber wie Senator Ted Cruz oder Floridas scheidender Gouverneur Ron DeSantis könnten nun antreten.

Japan: Rennen „völlig offen“. Die Meinungsplattform Agora (Redaktion, 5. November, 10:00 Uhr MEZ) liest einen Beitrag des früheren Speakers Newt Gingrich auf X als Beginn des Machtkampfs um die Nachfolge. Gingrich schrieb laut Agora, das Rennen um die Nominierung sei „完全にオープンになった“ (völlig offen geworden). Agora deutet das als Rückstufung von Vance.

Malaysia: breites Feld bei den Demokraten. Die chinesischsprachige Zeitung Oriental Daily (5. November, 08:16 Uhr MEZ) schreibt unter Berufung auf die Agentur AFP, die MAGA-Koalition sei bei der Wahl faktisch zerfallen. Vance drohe seine Nähe zu Trump zu schaden. Als mögliche Bewerber der Demokraten nennt sie unter anderen Ossoff, Kamala Harris, Josh Shapiro, Gavin Newsom, Alexandria Ocasio-Cortez, JB Pritzker, Andy Beshear und Mark Kelly.

Gemeinsam ist den Texten, dass das Rennen um 2028 begonnen hat und auf beiden Seiten offen ist. Uneins sind sie, wie sehr die Niederlage Vance schadet: Panorama sieht ihn weiter vorn, Agora und Oriental Daily sehen ihn geschwächt. Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Medien und Autoren. Weitere Pressestimmen stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.

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