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Midterms 2026

Presse in den Emiraten, der Türkei, Israel und Griechenland liest die Wahl mit Blick auf den Iran-Krieg und das Verhältnis zu Israel

The National mahnt Teheran zur Zurückhaltung, die regierungsnahe Sabah sieht die Unterstützung für Israel abgewählt, Maariv und Kathimerini erwarten einen kritischeren Kongress.

In mehreren Ländern rund um den Nahen Osten deutet die Presse die Kongresswahl vor allem über den Iran-Krieg und die Beziehung der USA zu Israel. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht.

Vereinigte Arabische Emirate: Stabilität vor Spaltung. Die Zeitung The National aus Abu Dhabi schreibt in einem Leitartikel (4. November, 14:08 Uhr MEZ), der Iran-Konflikt sei über die Lebenshaltungskosten zum Thema der US-Innenpolitik geworden: „military decisions abroad carry political consequences at home“ (militärische Entscheidungen im Ausland haben politische Folgen daheim). Ein demokratischer Kongress könne Geld und Rückhalt für einen langen Einsatz erschweren. Trump behalte aber großen Einfluss, ein schneller Kurswechsel sei nicht zu erwarten. Die Golfstaaten sollten weiter pragmatisch mit beiden Lagern umgehen. An Teheran richtet das Blatt die Mahnung, den Druck auf Trump nicht als Einladung zu lesen, die Spaltung in den USA auszunutzen oder Verhandlungen zu verschleppen.

Türkei: Abrechnung mit der Israel-Politik. Die regierungsnahe Zeitung Sabah titelt am 5. November (05:00 Uhr MEZ) „ABD halkı İsrail’e desteği sandığa gömdü“ (Das US-Volk hat die Unterstützung für Israel an der Urne begraben). Als Gründe für die Niederlage der Republikaner nennt der Bericht von Selçuk Eren die Nähe zu Israel, den Iran-Krieg und steigende Preise. Er hebt Wahlsieger hervor, die Israel kritisch sehen, darunter Abdul El-Sayed in Michigan.

Israel und Griechenland, wiedergegeben in der Türkei. Die Zeitung Hürriyet (4. November, 09:56 Uhr MEZ) fasst Stimmen aus beiden Ländern zusammen. Die israelische Zeitung Maariv spricht demnach von einem Doppelschlag und titelt „Kaybeden sadece Trump değil“ (Nicht nur Trump verliert). Viele Gegner der Militärhilfe für Israel seien in den Kongress gewählt worden, das könne eine neue Phase im Verhältnis zu Washington einleiten. Die griechische Zeitung Kathimerini erwartet laut Hürriyet, dass die Demokraten den Präsidenten vor allem über den Haushalt begrenzen, das Ende des Iran-Kriegs anstreben und Israel kritischer begegnen. Die Originalartikel von Maariv und Kathimerini sind hier nicht selbst geprüft.

Gemeinsam ist den Stimmen, dass sie den Iran-Krieg als wichtigen Grund für das Ergebnis sehen. Unterschiedlich ist der Ton: The National warnt vor Instabilität und mahnt beide Seiten zur Zurückhaltung, Sabah wertet das Ergebnis als Absage an Israel. Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Medien. Weitere Pressestimmen stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.

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