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Midterms 2026

Italiens Titelseiten deuten Trumps Niederlage unterschiedlich, Kommentare in Südafrika und Saudi-Arabien sehen ihn nach außen weiter mächtig

Repubblica und La Stampa sprechen von Niederlage und Demütigung, Il Giornale sieht den Trumpismus lebendig, TimesLIVE und Arab News erwarten nach außen wenig Entlastung.

Am Morgen des 5. November 2026 liegen in Italien die ersten Zeitungsausgaben nach der Kongresswahl vor, dazu Kommentare aus Südafrika und Saudi-Arabien. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht.

Italien: Niederlage oder nur ein Dämpfer. Laut der Presseschau der Agentur Opinione titelt La Repubblica (03:30 Uhr MEZ) „L’America è di nuovo grande“ (Amerika ist wieder groß) und spricht von einer Niederlage Trumps und einem halbierten Präsidenten. Im Aufmacher schreibt Paolo Mastrolilli, Trump verteidige seine Entscheidungen, vom Iran angefangen. La Stampa (01:12 Uhr MEZ) titelt „Trump umiliato“ (Trump gedemütigt) und meldet feiernde Börsen und fallende Kurse der Firmen von Elon Musk.

Die konservative Zeitung Il Giornale (Presseschau vom 4. November, 22:33 Uhr MEZ) titelt ebenfalls vom halbierten Trump. Ein Beitrag hält dagegen: „Ma il trumpismo è vivo e vegeto“ (Aber der Trumpismus ist quicklebendig), den Progressiven fehlten Ideen. Als Gründe für das Ergebnis nennt das Blatt Benzinpreise und Teuerung. Unter der Zeile über den Blick aus Rom steht die Schlagzeile, Ministerpräsidentin Meloni sehe die Rechte gewinnen, die nicht schreit.

Südafrika: Trump geschwächt, der Druck bleibt. Makhudu Sefara, Chefredakteur von Sunday Times und TimesLIVE, wertet die Wahl in einem Kommentar bei TimesLIVE (5. November) als historische Abfuhr für Trump. Mit der Senatsmehrheit könnten die Demokraten Untersuchungen anstoßen, etwa zum Iran-Krieg und zu einem Aufnahmeprogramm nur für Afrikaaner, dessen Begründung er für falsch hält. Trump bleibe aber im Amt, und Südafrika falle zum 1. Januar aus dem Handelsprogramm AGOA. Sein Schluss: „The Washington bully has a bloodied nose.“ (Der Rüpel in Washington hat eine blutige Nase.)

Saudi-Arabien: vorerst keine Wende im Nahen Osten. Die Zeitung Arab News (Jonathan Gornall, 4. November, 22:03 Uhr MEZ, aktualisiert 01:29 Uhr MEZ) schreibt, der neue Kongress könne Trump beim Iran-Krieg ab Januar bremsen. Veto und Befugnisse als Oberbefehlshaber blieben aber beim Präsidenten. Fachleute warnen in dem Bericht, Trump könne vor Januar erneut angreifen. Brian Katulis vom Middle East Institute sagt: „For the moment, it will be business as usual.“ (Vorerst geht alles weiter wie bisher.)

Gemeinsam ist den Stimmen, dass sie die Wahl als Niederlage Trumps lesen. Uneins sind sie, wie viel sich dadurch ändert. Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Medien und Autoren. Weitere Pressestimmen stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.

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