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Midterms 2026

Britische Titelseiten sprechen von einer schweren Niederlage Trumps und einem Bruch im eigenen Lager, Schweizer Kommentare sehen die US-Demokratie bestätigt, Trump aber nicht besiegt

Von der Financial Times bis zur Daily Mail rückt die britische Presse Vances Abrücken und die Kritik aus dem MAGA-Lager nach vorn, in der Schweiz liegen Blick und Le Courrier in der Deutung auseinander.

In Großbritannien beherrscht die Kongresswahl am Donnerstag fast alle Titelseiten. In der Schweiz lesen Kommentare das Ergebnis unterschiedlich. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen.

Großbritannien: Niederlage und Streit im Trump-Lager. Laut der Presseschau der BBC (5. November, 06:37 Uhr MEZ, bei Yahoo News) titelt die Financial Times „Crushing midterm rebuke to Trump“ (Vernichtende Rüge für Trump) und nennt den Ärger über die Lebenshaltungskosten als Grund. Daily Telegraph und i stellen Vizepräsident JD Vance in den Vordergrund, der den Iran-Krieg für die Niederlage verantwortlich macht. Die Daily Mail schreibt, das MAGA-Lager wende sich gegen Trump. Die Times hebt hervor, dass die Demokraten Geschichte schreiben. Guardian, Independent und Mirror sprechen von einer Abfuhr oder einem Desaster für Trump, Metro und Daily Star greifen ihn mit Wortspielen über eine lahme Ente und einen letzten Vorhang an. Gemeinsam ist den Blättern laut BBC der Blick auf Trump als geschwächten Präsidenten, auf Iran-Krieg und Lebenshaltungskosten als Ursachen und auf Vances Abstand.

Schweiz: Demokratie lebt, Trump bleibt mächtig. Im Boulevardblatt Blick (4. November, 10:46 Uhr MEZ) schreibt der Reporter Peter Hossli: „Die amerikanische Demokratie lebt.“ Das Ergebnis zeige, dass sie widerstandsfähiger sei als von Untergangspropheten behauptet. Die Demokraten müssten nun Kompromisse mit dem Weißen Haus finden und Alltagsprobleme lösen.

Die linke Genfer Zeitung Le Courrier (4. November, 17:47 Uhr MEZ) sieht in einem Leitartikel von Guy Zurkinden eine schwere Niederlage Trumps, aber kein Ende. „Donald Trump reste à la tête de la principale puissance militaire du monde“ (Donald Trump bleibt an der Spitze der wichtigsten Militärmacht der Welt), heißt es dort. Die extreme Rechte sei nicht am Boden, der linke Flügel der Demokraten müsse den Druck auf die eigene Parteiführung erhöhen.

Es sind die Deutungen der jeweiligen Zeitungen. Weitere Pressestimmen aus dem Ausland stehen unter Meldungen.

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