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Midterms 2026

Meloni, Seouls Präsidialamt und EU-Handelskommissar Šefčovič sehen das Bündnis mit den USA durch die Kongresswahl nicht berührt

Italiens Ministerpräsidentin äußert sich erstmals, Seoul hält an seinen Absprachen zu Investitionen fest, Brüssel und Athen wollen die Kontakte fortsetzen, Berlin will mit beiden Lagern sprechen.

Weitere Regierungen in Europa und Asien haben sich zur Kongresswahl geäußert. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht. Gemeinsam ist den Stimmen, dass sie das Verhältnis zu den USA unabhängig von den Mehrheiten in Washington sehen.

Italien: Verbündeter, egal wer regiert. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte sich zum Wahlergebnis bisher nicht öffentlich geäußert. In einem Interview mit der Zeitung Quotidiano Nazionale sagte sie laut der Agentur askanews (5. November, 09:14 Uhr), die USA seien für Italien ein grundlegender Verbündeter, „indipendentemente da chi li governa o dalle maggioranze parlamentari“ (unabhängig davon, wer sie regiert und welche Mehrheiten es im Parlament gibt). Das Urteil der Amerikaner verdiene Respekt. Der linken Opposition warf sie vor, sie werde nun wie von Zauberhand wiederentdecken, dass die USA ein großer Verbündeter seien. Zu Zöllen oder zur Ukraine sagte sie laut dem Bericht nichts.

Südkorea: Absprachen gelten weiter. Kang Yu-jung, Sprecherin des Präsidialamts, antwortete nach einer Sitzung der Chefsekretäre unter Vorsitz von Präsident Lee Jae-myung auf eine Frage von Journalisten. Laut der Zeitung Seoul Economic Daily (5. November, 08:33 Uhr MEZ) sagte sie: „특정한 선거 결과가 한미동맹에 영향을 미치지 않을 것“ (Ein bestimmtes Wahlergebnis wird das Bündnis nicht beeinflussen). Das Bündnis habe seit mehr als 70 Jahren die Unterstützung beider Parteien in den USA. Die Regierung wolle eng mit Regierung und Kongress in Washington zusammenarbeiten und ihre Investitionen in den USA auf Grundlage der Vereinbarungen beider Länder fortsetzen.

Laut der Korea Times (07:31 Uhr MEZ, aktualisiert 08:49 Uhr MEZ) ließ der Stabschef des Präsidenten, Lim Kwang-hyun, Antworten auf mögliche Folgen für Zölle und Sicherheit ausarbeiten. Das Außenministerium will die Kontakte zu neu gewählten Kongressmitgliedern ausbauen. Am Morgen hatte bereits Premierministerin Han Seong-sook gesagt, sie erwarte keine großen Änderungen.

EU und Deutschland: Kontakte in beide Lager. Laut einem Bericht der staatlichen chinesischen Agentur Xinhua, veröffentlicht bei China Daily (5. November), sagte EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič, die EU sehe die USA weiter als engen Verbündeten und Partner und werde ihre Kontakte fortsetzen. Wann und wo er das sagte, nennt der Bericht nicht. Metin Hakverdi, Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit, sagte laut demselben Bericht der Agentur dpa, Amerika habe sich für einen Wechsel entschieden. Deutschland dürfe seine Kontakte nicht auf ein politisches Lager beschränken.

Griechenland und Norwegen. Laut einem Bericht der türkischen Agentur Anadolu bei A News (4. November) sagte der griechische Regierungssprecher Pavlos Marinakis: „Greek-American relations will remain strong.“ (Die griechisch-amerikanischen Beziehungen bleiben stark.) Große gemeinsame Projekte und Abkommen seien nicht betroffen. Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre nannte das Ergebnis laut demselben Bericht ein starkes politisches Signal, dass die Wähler einen Richtungswechsel wollten.

Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Regierungsvertreter. Frühere Reaktionen aus Rom, Seoul, Brüssel und Berlin stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.

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