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Midterms 2026

Kanadas Bundesminister halten nach der Kongresswahl am Kurs fest, die Provinzpremiers lesen das Ergebnis unterschiedlich

Justizminister Fraser sieht keinen Grund für eine neue Strategie, Alberta fühlt sich bestätigt, Saskatchewan hofft auf einen Neustart, Manitoba fordert ein Ende der Zölle.

In Kanada haben am 4. November 2026 (Ortszeit) weitere Mitglieder der Bundesregierung und mehrere Premierminister der Provinzen auf die Kongresswahl reagiert. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht. Die Aussagen stammen aus dem Liveblog von CTV News, veröffentlicht bei CP24, überwiegend nach Berichten der Agentur The Canadian Press.

Bundesregierung: keine neue Strategie. Justizminister Sean Fraser sagte, Kanadas Kurs bleibe derselbe: „the strategy for Canada going forward remains the same“ (die Strategie für Kanada bleibt künftig dieselbe). Kanada verteidige seine wirtschaftlichen Interessen weiter, indem es seine Handelspartner breiter aufstellt. Die Entwicklung in den USA verfolge man mit Interesse. Marc Miller, Minister für kanadische Identität und Kultur, sagte, die Amerikaner hätten entschieden, das werde respektiert. Kanada habe immer für das bestmögliche Abkommen gekämpft. Ähnlich hatte sich bereits Handelsminister Dominic LeBlanc geäußert. Eine eigene Aussage von Premierminister Mark Carney zum Wahlergebnis nennt der Bericht nicht.

Provinzen: von Bestätigung bis Neustart. Albertas Premierministerin Danielle Smith sieht ihren Ansatz im Handelsstreit durch die Wahl bestätigt und hofft auf bessere Beziehungen. Zugleich kündigte sie an, Firmen aus Alberta und Kanada bei kleinen Aufträgen der Provinzregierung zu bevorzugen. Saskatchewans Premier Scott Moe schrieb in sozialen Medien, die Wahl biete Kanada die Chance, die Beziehung zu den USA neu aufzusetzen. Der Zollstreit verteuere das Leben auf beiden Seiten der Grenze.

Manitobas Premier Wab Kinew forderte US-Politiker in einem Beitrag in sozialen Medien auf, die Zölle und den Krieg mit Iran zu beenden. New Brunswicks Premierministerin Susan Holt will weiter für das bestmögliche Handelsabkommen eintreten und auf neu gewählte Gouverneure und Kongressabgeordnete zugehen. Der Vorsitzende der Parti Québécois, Paul St-Pierre Plamondon, will laut Bericht eine diplomatische Offensive in den USA starten und sieht bessere Chancen, den Handelskrieg zu lösen.

Die Bundesregierung in Ottawa setzt damit auf Kontinuität, mehrere Provinzen sehen in der Wahl einen Anlass für einen neuen Anlauf. Es sind die Einschätzungen der jeweiligen Politiker. Frühere Reaktionen aus Kanada, darunter von Ontarios Premier Doug Ford, stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.

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