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Midterms 2026

Presse in Japan und Pakistan sieht in der Wahl eine Niederlage Trumps und fragt nach den Folgen für das eigene Land

Japans große Zeitungen titeln mit der Niederlage der Republikaner, Tokio fürchtet laut Jiji einen Trump, der sich Asiens Gegnern nähert, die pakistanische Dawn warnt vor zu großer Nähe zu Trump.

Am Morgen des 5. November 2026 haben Zeitungen in Japan und Pakistan das Ergebnis der Kongresswahl aus der Lage des eigenen Landes gelesen. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht.

Japan: Niederlage auf Seite 1, Sorge um Investitionen. Laut der Zeitungsschau des Portals Response (Fukuda Toshiyuki, 00:14 Uhr MEZ) titeln Asahi, Tokyo Shimbun und Nikkei auf der ersten Seite mit einer historischen Niederlage von Trumps Republikanern. Yomiuri, Mainichi und Sankei titeln, die Demokraten hätten beide Kammern zurückerobert. Die Yomiuri warnt laut der Schau, die Unsicherheit über Trumps Kurs könne Investitionsentscheidungen von Unternehmen beeinflussen. Laut einer Schlagzeile der Mainichi bewegte sich der Leitindex an der Tokioter Börse zeitweise um mehr als 3.000 Punkte, aus Sorge vor strengeren Regeln für Künstliche Intelligenz.

Japan: Sorge vor Trumps Asienpolitik. Die Agentur Jiji, veröffentlicht bei Nippon.com (00:30 Uhr MEZ), berichtet, in Tokio wachse die Sorge, Trump könne sich China, Nordkorea und Russland annähern, um sich ein außenpolitisches Vermächtnis zu sichern. Premierministerin Sanae Takaichi wolle Trump so bald wie möglich treffen, um die Geschlossenheit beider Länder zu bekräftigen. Eine eigene Äußerung Takaichis dazu nennt der Bericht nicht.

Pakistan: Iran-Krieg als Grund, Nähe zu Trump als Risiko. Der Leitartikel der Zeitung Dawn (03:00 Uhr MEZ) sieht in Trumps Regierungsstil, dem Krieg gegen Iran und den Lebenshaltungskosten die Gründe für das Ergebnis. Er spricht vom „unpopulären, selbst gewählten Krieg mit Iran“. Einen radikalen Wechsel in der Außenpolitik hält die Zeitung für verfrüht, weil Trump das Veto behält und auch viele Demokraten Israel nahestehen. Sie fordert Kriegsgegner beider Parteien auf, Angriffe auf Iran zu stoppen.

Der Kolumnist Khurram Husain schreibt in Dawn (03:08 Uhr MEZ), Pakistans Führung sei Trump zu nah gerückt. Untersuchungen des Kongresses zu Geschäften der Familie Trump könnten das Land treffen, er nennt eine Absichtserklärung zu einer Kryptowährung und einen Auftrag an eine Drohnenfirma. Ein Fehlverhalten sei nicht nachgewiesen, das Weiße Haus bestreite Interessenkonflikte. Husain erwartet, dass sich die USA schneller aus Verpflichtungen im Nahen Osten zurückziehen. Pakistan solle eigenständiger werden.

Gemeinsam ist den Stimmen, dass sie die Wahl als Niederlage Trumps lesen. Uneins sind sie, ob für ihr Land eher ein unberechenbarer Trump oder ein Rückzug der USA die größere Sorge ist. Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Medien und Autoren. Weitere Pressestimmen stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.

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