Australiens Bildungsminister Clare und Frankreichs Wirtschaftsminister Lescure sehen den Spritpreis hinter dem Wahlergebnis, Ontarios Premier Ford sieht Trump in der Verantwortung
Clare hofft nach der Wahl auf sinkende Benzinpreise, Lescure will beobachten, ob Trump seinen Kurs ändert, Ford nennt das Ergebnis eine Botschaft an den Präsidenten.
Regierungsmitglieder in Australien, Frankreich und der kanadischen Provinz Ontario haben am 4. November 2026 das Ergebnis der Kongresswahl kommentiert. Grundlage sind Projektionen, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht. Zwei der drei verbinden das Ergebnis mit den Kosten für Benzin.
Australien: Hoffnung auf sinkende Spritpreise. Bildungsminister Jason Clare sagte laut dem Liveblog des Senders ABC in der Sendung News Breakfast (5. November, 7:47 Uhr Ortszeit, 4. November, 21:47 Uhr MEZ), die Kosten für Treibstoff hätten bei dem Ergebnis eine große Rolle gespielt. Er hoffe, dass die Spritpreise nun sinken. Australien leide unter dem Krieg im Nahen Osten: „Here in Australia we didn’t start the war but are copping it.“ (Wir hier in Australien haben den Krieg nicht angefangen, aber wir bekommen ihn ab.) Je früher der Krieg ende und die Straße von Hormus wieder offen sei, desto besser.
Frankreich: Abwarten, ob Trump umsteuert. Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure nannte das Ergebnis im Sender BFMTV laut der Agentur AFP, zitiert von La Libre (14:03 Uhr MEZ, aktualisiert 14:45 Uhr): „une victoire sans appel pour les démocrates“ (ein eindeutiger Sieg für die Demokraten). Trump bleibe für die Außenpolitik zuständig. Entweder erkenne er, dass er etwas ändern müsse, etwa beim Benzinpreis, oder nicht. Das müsse man in den kommenden Tagen verfolgen.
Kanada: Ontarios Premier sieht eine Botschaft an Trump. Doug Ford, Regierungschef der Provinz Ontario, sagte laut dem Sender CP24 (17:54 Uhr MEZ) vor Journalisten, er könne über das Ergebnis nicht glücklicher sein: „President Trump has to look in the mirror“ (Präsident Trump muss in den Spiegel schauen). Trump müsse die Verantwortung für das Ergebnis übernehmen. Ford hat sich laut CP24 wiederholt gegen Trumps Zölle gestellt. Die Haltung der kanadischen Bundesregierung steht in einer früheren Meldung.
Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Politiker. Weitere Reaktionen aus anderen Ländern stehen unter Meldungen, was der neue Kongress ab Januar kann, im Ablauf.