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Midterms 2026

Regierungen in Europa und Asien reagieren auf das Wahlergebnis zwischen Glückwunsch und Abwarten

Spanien und Norwegen sehen ein Signal, Deutschland gratuliert und will mit beiden Parteien reden, China, Japan, Griechenland und Russland betonen, dass ihr Kurs bleibt.

Am Vormittag des 4. November 2026 haben sich die ersten Regierungen zum Ergebnis der Kongresswahl geäußert. Grundlage sind Projektionen der AP, nach denen die Demokraten Senat und Repräsentantenhaus gewinnen. Ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht. Die Reaktionen gehen auseinander: Einige Regierungschefs lesen das Ergebnis als politisches Signal, die meisten Regierungen betonen, dass sich an ihren Beziehungen zu den USA nichts ändert.

Spanien: Signal gegen die extreme Rechte. Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf X, laut der Agentur EFE bei Infobae (10:04 Uhr MEZ), die US-Gesellschaft habe „gegen die Politik gestimmt, die nur ärmer macht“. Er nannte auch Hass, Machismo, die Leugnung des Klimawandels und Privilegien der Eliten. Es sei in Brasilien geschehen und werde bald in Spanien geschehen.

Norwegen und Griechenland: Signal und Kontinuität. Laut einer Übersicht der Agentur Reuters bei ThePrint (11:00 Uhr MEZ) sprach Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre von „a powerful political signal about a change of course“ (einem starken politischen Signal für einen Kurswechsel) bei den US-Wählern. Griechenlands Regierungssprecher Pavlos Marinakis sagte laut derselben Übersicht, die Beziehungen zu den USA blieben stark.

Deutschland: Glückwunsch, Gespräche mit beiden Seiten. Verteidigungsminister Boris Pistorius gratulierte den Demokraten laut t-online (10:45 Uhr MEZ) bei der Berliner Sicherheitskonferenz zu einem „historischen Sieg“. Deutschland arbeite weiter mit der Regierung Trump und suche den Kontakt zu beiden Parteien. Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi (SPD), sagte laut demselben Bericht der Agentur Reuters, die Außenpolitik bestimme auch nach dem Sieg der Demokraten der Präsident.

Polen: Warnung an die eigene Regierung. Marcin Przydacz, außenpolitischer Berater von Präsident Karol Nawrocki, sicherte laut naTemat (10:29 Uhr) die weitere Zusammenarbeit mit den USA zu. Zugleich nannte er das Ergebnis „ein Memento für D. Tusk und seine Leute“, also für den polnischen Regierungschef.

Italien: keine Antwort. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wich laut einem Video des Corriere della Sera, wiedergegeben bei Italian Directory, am Vormittag bei den Feiern am Altare della Patria in Rom der Frage einer Reporterin nach der Wahl aus.

China: innere Angelegenheit der USA. Außenamtssprecherin Mao Ning sagte bei ihrer Pressekonferenz laut dem südkoreanischen Sender SBS (9:06 Uhr MEZ, maschinell übersetzt): „The midterm elections are America’s internal affair.“ (Die Zwischenwahlen sind eine innere Angelegenheit Amerikas.) China wolle mit den USA weiter umsetzen, worauf sich die beiden Staatschefs geeinigt haben.

Japan: Bündnis bleibt Grundpfeiler. Regierungssprecher Minoru Kihara, der am Morgen noch keinen Kommentar abgeben wollte, sagte bei seiner Pressekonferenz am Nachmittag laut NHK (10:07 Uhr MEZ), das Bündnis mit den USA sei unabhängig vom Wahlergebnis der Grundpfeiler der japanischen Außen- und Sicherheitspolitik. Laut der Agentur Kyodo bei Anadolu will die Regierung die Finanzmärkte aufmerksam beobachten.

Russland: Kurs unabhängig von der Wahl. Vizeaußenminister Sergej Rjabkow sagte der staatlichen Agentur RIA Nowosti, wiedergegeben bei news.mail.ru (10:17 Uhr MEZ), Russlands Linie zur Ukraine hänge nicht von politischen Schwankungen in anderen Ländern ab. Die Haltung des Parteiaktivs der Demokraten zu Russland nannte er scharf negativ. „Warten wir die endgültigen Ergebnisse ab“, sagte er.

Von EU-Kommission, NATO, Bundeskanzler Merz, Frankreichs Präsident Macron, dem britischen Premier Starmer, Kanadas Premier Carney und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj fanden sich bis etwa 11:20 Uhr MEZ keine Äußerungen zum Ergebnis. Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Regierungen. Die frühere Reaktion aus dem Iran steht unter Meldungen, der Stand der Auszählung beim Senat und beim Repräsentantenhaus.

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