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Midterms 2026

Irans Oberster Führer erwartet keinen Kurswechsel der USA, der Kreml hofft auf weitere Vermittlung Trumps

Mojtaba Khamenei warnt vor Hoffnungen auf einen Wandel in Washington, Kremlsprecher Peskow nennt die Rolle des Kongresses eine innere Angelegenheit der USA.

Nach dem Wahlsieg der Demokraten laut Projektionen haben sich am 4. November 2026 die Führung des Iran und der Kreml geäußert. Beide betonen, dass sich für sie wenig ändert, ziehen daraus aber verschiedene Schlüsse. Ein amtliches Endergebnis der Wahl gibt es noch nicht.

Iran: Warnung vor Hoffnungen. Der Oberste Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei erklärte laut dem US-Sender CBS News (14:31 Uhr MEZ) in einer Mitteilung auf seiner offiziellen Website, Teheran erwarte nicht, dass das Wahlergebnis die Haltung Washingtons ändert. Wer auf einen Wandel durch Verschiebungen zwischen Parteien hoffe oder glaube, die USA mit Zugeständnissen von ihrer Feindschaft gegenüber Iran abzubringen, irre sich schwer. Die Website selbst wurde für diese Meldung nicht abgerufen. Am Morgen hatte Parlamentspräsident Ghalibaf das Ergebnis noch als Nein der Amerikaner zum Krieg begrüßt, siehe Meldungen.

Russland: Hoffnung auf Trumps Vermittlung. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte laut Meduza (unter Berufung auf RBC) und Rambler (13:27 Uhr MEZ, nach Moskwa 24), Trump behalte seine Befugnisse: „Мы искренне рассчитываем на то, что он продолжит и свои миротворческие усилия“ (Wir rechnen fest damit, dass er auch seine Friedensbemühungen fortsetzt). Bald gebe es eine weitere Runde dreiseitiger Gespräche. Laut CBS News ist eine Runde auf Arbeitsebene zwischen Russland und der Ukraine unter US-Vermittlung für den 10. und 11. November in Abu Dhabi angesetzt. Ob der neue Kongress Trump bremst, nannte Peskow laut Meduza eine innere Angelegenheit Amerikas. Am Vormittag hatte Vizeaußenminister Rjabkow gesagt, Russlands Linie zur Ukraine hänge nicht von Wahlen in anderen Ländern ab.

Iran sieht in der Wahl also keinen Grund für Hoffnung auf Entspannung, Russland setzt weiter auf den Präsidenten und nicht auf den Kongress. Von den Regierungen Israels, der Türkei, Indiens und der Golfstaaten fanden sich bis etwa 17:30 Uhr MEZ keine Äußerungen zum Ergebnis. Es sind die Sichtweisen der jeweiligen Regierungen. Der Stand der Auszählung steht beim Senat und beim Repräsentantenhaus.

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