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Midterms 2026

Irans Parlamentspräsident Ghalibaf liest den Sieg der Demokraten als Nein der Amerikaner zum Krieg

Der Chefunterhändler Teherans begrüßt das Ergebnis auf X und droht Washington, falls es den Wählerwillen missachte.

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat am Morgen des 4. November 2026 auf das Ergebnis der Kongresswahl reagiert. Er ist zugleich Irans Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA. Laut der indischen Nachrichtenagentur ANI (7:07 Uhr MEZ) schrieb er auf X: „Americans said NO TO WAR, and we endorse this message.“ (Die Amerikaner haben Nein zum Krieg gesagt, und wir unterstützen diese Botschaft.)

Ob aus Gewissen oder wegen der Lebenshaltungskosten, die Amerikaner hätten gegen den Krieg gestimmt, schreibt Ghalibaf laut ANI. Zugleich warnt er: Missachte die US-Regierung den Willen ihrer Wähler zugunsten ausländischer Geldgeber und Erpresser, werde sie erfahren, dass Irans Nein mit einem „Albtraum“ verbunden sei. Die malaysische Zeitung Malay Mail (7:35 Uhr MEZ) gibt den Beitrag gleichlautend wieder. Wann genau Ghalibaf ihn veröffentlichte, nennen beide Berichte nicht. Der Beitrag selbst war für diese Meldung nicht abrufbar.

Es ist die erste bekannte Reaktion eines iranischen Spitzenpolitikers auf das Ergebnis. Vor der Wahl hatte Außenamtssprecher Baghaei gesagt, Iran erwarte von der Wahl kein neues Amerika, siehe Meldungen. Die Demokraten haben laut Projektionen der AP Senat und Repräsentantenhaus gewonnen, ein amtliches Endergebnis gibt es noch nicht. Der Stand steht beim Senat und beim Repräsentantenhaus.

Von den Regierungen Russlands, Chinas, Israels, der Türkei, der Golfstaaten und der großen europäischen Länder fanden sich bis etwa 9 Uhr MEZ keine Äußerungen zum Ergebnis. Japans Regierungssprecher wollte die Wahl nicht kommentieren.

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