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Midterms 2026

Presse in Kolumbien, Südkorea und Russland fragt am Wahltag, ob das Ergebnis anerkannt wird

Was El Tiempo, Kyunghyang Shinmun, RIA Nowosti, Huanqiu, UNIAN und Energetyka24 am Morgen des 3. November 2026 schreiben.

Am Morgen des Wahltags rückt in der Presse mehrerer Länder eine weitere Frage nach vorn: ob das Ergebnis der Kongresswahl anerkannt wird. Eine Zeitung in Kolumbien, eine in Südkorea und die russische Staatsagentur RIA Nowosti sprechen das an. Chinesische Staatsmedien blicken dagegen vor allem auf den Krieg mit dem Iran. Medien in der Ukraine und in Polen fragen nach den Folgen für Europa.

Kolumbien. El Tiempo nennt die Wahl in einem Leitartikel eine Probe für die Stärke der US-Demokratie. Gleich wer gewinne, die Wahl müsse das Vertrauen in die Demokratie der USA wiederherstellen. Die Zeitung erinnert: „Mehrmals hat Trump die Legitimität von Wahlen in Frage gestellt.“ Folgen sieht sie auch für die NATO, die Ukraine, den Iran und Lateinamerika (El Tiempo, 3. November 2026, 2:08 Uhr MEZ).

Südkorea. Aus Washington geht Jeong Yu-jin bei Kyunghyang Shinmun in sechs Fragen und Antworten auch darauf ein, ob Trump ein ungünstiges Ergebnis anerkennen würde. Der Text verweist auf Klagen der Regierung zu Alaska und Kalifornien, die Gerichte abgewiesen haben, und darauf, dass Ergebnisse Tage dauern können. Für den Rest der Amtszeit erwartet der Text, dass Trump mit Veto und Exekutivgewalt weiterregiert (Kyunghyang Shinmun, 3. November 2026, 6:37 Uhr MEZ).

Russland. Die staatliche Agentur RIA Nowosti erwartet, gestützt auf Umfragen, eine demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus und ein knappes Rennen um den Senat. Wladimir Wassiljew vom Institut für USA- und Kanadastudien der Russischen Akademie der Wissenschaften nennt dort zwei Mittel des Weißen Hauses: Wahlen in einzelnen Bezirken anzufechten und das Veto. Das werde den Republikanern „nur helfen, etwas Zeit zu gewinnen“ (RIA Nowosti, Michail Katkow, 3. November 2026, 6:00 Uhr MEZ).

China. Das staatliche Portal Huanqiu, das zur Global Times gehört, nennt als entscheidend „Lebensunterhalt und den Iran-Krieg“. Es gibt Berichte von RFI und Bloomberg wieder, wonach Trump nach der Wahl einen großen Angriff auf den Iran beginnen könnte, besonders nach einer Niederlage der Republikaner. Der politische Streit in den USA gehe unabhängig vom Ergebnis weiter (Huanqiu über Sina, 3. November 2026).

Ukraine. Kateryna Tschernowol schreibt bei UNIAN, gestützt auf Politico, die Ukraine verliere unabhängig vom Ausgang wichtige Unterstützer im Kongress, etwa Mitch McConnell, Thom Tillis, Don Bacon und Michael McCaul. Auch ein demokratischer Kongress werde Gesetze für die Ukraine mit Trump im Amt nur schwer durchbringen (UNIAN, 2. November 2026, 23:32 Uhr MEZ).

Polen. Magdalena Melke nennt die Wahl bei Energetyka24 eine mögliche „rote Karte“ für die Regierung Trump. Der US-Analyst Rafał Michalski sagt dort, eine demokratische Mehrheit könne der EU neue Wege der Einflussnahme öffnen, die Außenpolitik der USA aber teilweise lähmen (Energetyka24, 3. November 2026, 6:30 Uhr MEZ).

Der Unterschied liegt im Blickwinkel: Die Texte aus Kolumbien, Südkorea und Russland fragen nach dem Verfahren, die chinesischen Staatsmedien nach dem Tag danach im Nahen Osten. Alle Texte sind Einschätzungen der Autoren, keine Regierungserklärungen. RIA Nowosti und Huanqiu sind Staatsmedien. Frühere Presseschauen stehen unter Meldungen. Wann die Ergebnisse kommen, steht bei der Wahlnacht. Die Prognosen für beide Kammern stehen beim Senat und beim Repräsentantenhaus.

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