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Midterms 2026

Presse in Spanien, Argentinien, Österreich, der Ukraine und Indien sieht im Spritpreis den Schlüssel der Wahl

Am Wahltag lesen Kommentare und Analysen die Kongresswahl als Urteil über Trump und über die Kosten des Iran-Kriegs, uneins sind sie über die Folgen.

Am Vormittag des Wahltags zeigt sich in der Presse mehrerer Länder eine gemeinsame Linie. Die Kongresswahl gilt dort als Urteil über Trump. Als wichtigsten Grund für seine Schwäche nennen die Texte die Lebenshaltungskosten, vor allem die Spritpreise seit dem Krieg mit dem Iran. Uneins sind sie, wie stark eine Niederlage Trump bremsen würde.

Spanien. José Luis Moreno nennt die Wahl in einem Gastkommentar bei OKDiario „un plebiscito casi de un carácter constituyente“, also fast ein verfassunggebendes Plebiszit. Die Mittelschicht entscheide nach Sprit, Lebensmitteln und Hypotheken (OKDiario, 3. November 2026, 9:34 Uhr MEZ).

Argentinien. Guillermo Idiart schreibt bei La Nación, die Wahl könne für Trump der Anfang seines Endes werden. Den Wahlkampf hätten Inflation, Lebenshaltungskosten und der Iran-Krieg geprägt (La Nación, 3. November 2026, 10:00 Uhr MEZ).

Österreich. Heute gibt ein Interview der Schweizer Zeitung 20 Minuten mit dem Wahlexperten Julien Labarre wieder. Iran-Krieg, Benzinpreise und Zölle belasteten Trump: „Jedes Mal beim Tanken wird man an den Krieg erinnert.“ Labarre warnt zugleich vor unsicheren Umfragen in einzelnen Bundesstaaten (Heute, 3. November 2026, 7:28 Uhr).

Ukraine. Roman Kot schreibt bei RBC-Ukraina, den stärksten Schlag gegen die Republikaner hätten die Spritpreise geführt. Er erwartet ein demokratisches Repräsentantenhaus. Weil Trump das Veto behalte, wirke ein solcher Kongress vor allem über Aufsicht und Haushalt (RBC-Ukraina, 3. November 2026, 7:00 Uhr MEZ). Anton Filippow sieht Trump bei Jewropejska Prawda dagegen deutlich geschwächt. Mit einer Mehrheit im Senat könnten die Demokraten Trumps Kandidaten für Schlüsselposten blockieren (Jewropejska Prawda, 3. November 2026, 7:30 Uhr MEZ).

Indien. Vistaar News erwartet, dass Trump bei Verlusten der Republikaner gegenüber Indien einlenken könnte. Der frühere Diplomat K. P. Fabian hält dort die hohen Zölle auf Indien für einen großen Fehler (Vistaar News, 3. November 2026, 8:48 Uhr MEZ).

Türkei. Cumhuriyet greift die Frage vom frühen Morgen auf, ob Trump eine Niederlage anerkennt. Gerichte und Bundesstaaten hätten bislang als Bremse gewirkt (Cumhuriyet, 3. November 2026, 9:09 Uhr MEZ).

Neu gegenüber den Presseschauen der Vortage ist der Blick auf die Wirtschaft statt auf die Außenpolitik. Ein ausdrücklich Trump-freundlicher Gegenpol fand sich in dieser Auswahl nicht. Große Häuser wie Guardian, Le Monde und NZZ waren nicht abrufbar. Alle Texte sind Einschätzungen der Autoren. Frühere Presseschauen stehen unter Meldungen. Die Prognosen stehen beim Senat und beim Repräsentantenhaus.

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