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Midterms 2026

Europäische Kommentare zweifeln, dass die Demokraten eine Alternative bieten, und sind uneins, ob die Wahl Europa hilft

Zeitungen in Frankreich, Litauen, Rumänien, Griechenland, Schweden und Finnland lesen die Kongresswahl unterschiedlich.

Mehrere europäische Zeitungen haben in den Tagen vor der Wahl und am Wahltag die Demokraten selbst in den Blick genommen. Die Presseschau von eurotopics vom 3. November 2026 fasst diese Kommentare zusammen. Zwei Linien zeigen sich.

Zweifel an den Demokraten. Le Figaro (Frankreich, Philippe Gélie) schreibt laut eurotopics, die Demokraten müssten Antworten auf Lebenshaltungskosten und Kriegssorgen geben, statt nur Trump anzugreifen. Auch mit einer Minderheit im Kongress werde Trump per Dekret weiterregieren. Der Politologe Dominykas Kaminskas schreibt im litauischen Magazin IQ, den Demokraten fehlten Vision und Führungsfiguren, sie eine vor allem die Gegnerschaft zu Trump. Revista 22 (Rumänien) schreibt, enttäuschte Wähler im Mittleren Westen kehrten nicht automatisch zu den Demokraten zurück. Göteborgs-Posten (Schweden) und Liberal (Griechenland) sehen Trump eher als Ausdruck tieferer Veränderungen, die die Wahl nicht beendet.

Gegensatz beim Nutzen für Europa. Ilta-Sanomat (Finnland) schreibt in einem Leitartikel vom 25. Oktober, schon eine gewisse Bremswirkung durch einen Sieg der Demokraten wäre laut eurotopics „für die Ukraine und Europa eine gute Nachricht“. IQ (Litauen) hält dagegen, die Wahl werde Trumps Macht nicht einschränken und könne ihn aggressiver machen.

Die französische Zeitung La Croix zieht daraus in einem Leitartikel vom 3. November eine Folgerung für Europa. Laut dem polnischen Portal Forsal schreibt sie, ein anderer Kongress werde Trumps Politik wohl nicht ändern, Europa solle deshalb seine Unabhängigkeit von Washington beschleunigen, etwa bei Verteidigung, Energie und Technologie.

Es sind Meinungen der Zeitungen, keine Vorhersagen. Weitere Stimmen aus dem Ausland stehen unter Meldungen.

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