Gut die Hälfte in Deutschland hält die US-Demokratie für stark gefährdet oder nicht mehr funktionsfähig
YouGov-Umfrage vor der Kongresswahl zum Blick der Deutschen auf die USA, erhoben vom 16. bis 19. Oktober 2026.
Vor der Kongresswahl sieht eine Mehrheit in Deutschland die Demokratie in den USA unter Druck. Das zeigt eine Umfrage von YouGov. Befragt wurden 2.202 Wahlberechtigte in Deutschland ab 18 Jahren, online vom 16. bis 19. Oktober 2026. Veröffentlicht hat YouGov die Ergebnisse am 29. Oktober.
Demokratie. 40 Prozent halten die Demokratie in den USA für stark gefährdet und teilweise nicht mehr funktionsfähig. 12 Prozent meinen, sie funktioniere im Großen und Ganzen nicht mehr. Weitere 25 Prozent sehen sie als funktionierend, aber gefährdet. 9 Prozent sagen, sie funktioniere gut.
Die Anhänger der deutschen Parteien sehen das unterschiedlich. Für stark gefährdet oder nicht mehr funktionsfähig halten sie 75 Prozent der Grünen-Wähler, 68 Prozent bei der Linken, 60 Prozent bei der SPD, 54 Prozent bei der Union und 32 Prozent bei der AfD. Unter AfD-Wählern sagen 27 Prozent, die US-Demokratie funktioniere gut.
Ansehen der USA. 29 Prozent haben eine positive Meinung von den USA, 61 Prozent eine negative. Bei China sind es 26 zu 59 Prozent, bei Russland 16 zu 74 Prozent. Nur unter AfD-Wählern überwiegt das positive Bild der USA, mit 49 zu 40 Prozent.
Partner oder Rivale. 19 Prozent sehen die USA als Freund und Verbündeten Deutschlands, 22 Prozent als freundlichen Rivalen. 28 Prozent halten die USA für nicht freundlich gegenüber Deutschland, 11 Prozent für eine Bedrohung. 39 Prozent wünschen sich ein engeres Verhältnis, 29 Prozent ein weniger enges.
Stimmung in den USA. 46 Prozent glauben, die Amerikaner seien in ihrer Haltung zu Trump gespalten. 31 Prozent vermuten eine Mehrheit gegen ihn, 10 Prozent eine Mehrheit hinter ihm.
Nach dem erwarteten oder gewünschten Ausgang der Kongresswahl hat YouGov nicht gefragt. Die Prognosen für beide Kammern stehen beim Senat und beim Repräsentantenhaus.