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Midterms 2026

Indische Kommentatoren erwarten nach der Kongresswahl einen anderen Ton, keinen anderen Kurs

Wie Tribune India, Outlook India und Al Jazeera die Folgen der Wahl für Indien einschätzen, Stand 1. November 2026.

In der indischen Presse überwiegt vor der Kongresswahl eine Erwartung: Auch eine demokratische Mehrheit würde an Trumps Zoll- und Visapolitik gegenüber Indien wenig ändern. Unterschiedlich sehen die Autoren, ob ein geschwächter Präsident für Indien besser wäre.

Tribune India. Der pensionierte Brigadegeneral Anil Raman von der Takshashila Institution in Bengaluru schreibt am 25. Oktober, ein demokratisches Repräsentantenhaus bringe mehr Kontrolle der Regierung, stoppe aber weder Zölle noch Visaregeln. Indien solle eher mit einem anderen Ton als mit einem Kurswechsel rechnen. Wichtiger sei für Indien China: Eine Einigung zwischen Trump und Xi Jinping könne Peking an der Himalaya-Grenze in Ladakh mehr Spielraum geben (Tribune India).

Outlook India. Das Magazin beschreibt am 30. Oktober, wie die Nähe zwischen Premier Narendra Modi und Trump Spannungen gewichen ist: Zölle, der Druck wegen russischen Öls und die Annäherung der USA an Pakistan. Ein demokratischer Kongress könne Trump einschränken, seine Indien-Politik aber nicht zwingend umkehren. Die Analysten seien uneins, ob ein geschwächter Trump die Lage entspannt (Outlook India).

Al Jazeera. Der in Katar ansässige Sender berichtet am 28. Oktober aus Neu-Delhi, die Regierung Modi könnte nach Einschätzung von Fachleuten einen durch Wahlverluste gedämpften Trump vorziehen. Milan Vaishnav vom Carnegie Endowment sagt dort, „a chastened Trump would be in India’s interests“. Der Südasien-Analyst Michael Kugelman bezweifelt dagegen, dass die Wahl Trumps Indien-Politik ändert (Al Jazeera).

Alle Texte sind Einschätzungen von Kommentatoren und Analysten, keine Erklärungen der indischen Regierung. Eine Umfrage zur Wahl in Indien liegt nicht vor. Die Prognosen für beide Kammern stehen beim Senat und beim Repräsentantenhaus.

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